Stellvertretender Ministerpräsident: Türkei ist für ausländische Investoren risikolos

Hürriyet – Ausländische Unternehmen, die in der Türkei investiert haben, erzielen laut dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der Türkei, Ali Babacan, riesige Gewinne. In einer Ansprache beim ersten türkisch-deutschen CEO-Forum in Berlin bot Babacan einige Einblicke in den wirtschaftlichen Erfolg der Türkei. Er ermunterte deutsche Unternehmen dazu, ihre Investitionen in der Türkei zu erhöhen.

„Die Politik der Regierung, Vertrauen in alle Belange der Haushaltsdisziplin zu schaffen, hat zu einem stabilen Finanzwesen in der Türkei geführt“, so Babacan. Während der weltweiten wirtschaftlichen Unruhen habe keine türkische Bank schwerwiegende Probleme gehabt, betonte er. „Die Türkei ist der einzige OECD-Mitgliedstaat, in dem keine Bailouts für Banken notwendig waren. Ausländische Unternehmen, die heute in der Türkei investieren, sind durchweg sehr erfolgreich“, so Babacan weiter.


Unter Berufung auf zwei bedeutende Probleme, denen sich der Großteil der entwickelten Länder weltweit ausgesetzt sieht, dem der angespannten öffentlichen Finanzen und dem des angeschlagenen Bankwesens, zog Babacan eine Parallele zur Situation der Türkei. „Die früheren Reformen der Türkei für öffentliche Finanzen und das Bankwesen führten zu einem stärkeren Schutz vor dem weltweiten Konjunkturrückgang 2009. Die Wachstumsraten der Türkei nach der Krise zählen zu den höchsten der Welt: 9 % im Jahr 2010 und prognostizierte 7 % im Jahr 2011“, merkte der türkische stellvertretende Ministerpräsident an. Babacan gab auch Einzelheiten zur Beschäftigungssituation in der Türkei an: „Die Türkei hat seit 2009 3 Millionen Arbeitsplätze geschaffen, und die Arbeitslosigkeit ist um 4 % gegenüber dem Stand von 2009 gesunken.“

Weiterhin wies Babacan Pläne auf Pläne der türkischen Regierung für eine Reform des Arbeitsmarkts, eine Verbesserung des Investitionsumfelds und die Wandlung von Istanbul zu einem der führenden Finanzzentren der Welt hin.
Babacan rief die beiden Organisatoren des Forums, den türkischen Industrie- und Unternehmerverband (TÜSIAD) und die Bundesverband der deutschen Industrie (BDI), dazu auf, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland in Zukunft stärker zu fördern.

Deutschland wird als treibende Kraft der europäischen Wirtschaft angesehen und ist auch der größte Handelspartner der Türkei, wie die Zahlen von 2010 zeigen. Das Handelsvolumen zwischen dem fünftgrößten und dem sechzehntgrößten Wirtschaftsraum der Welt belief sich 2010 auf nahezu 30 Milliarden US-Dollar und hat in den ersten acht Monaten dieses Jahres bereits die Grenze von 25 Milliarden US-Dollar überschritten. Rund 4700 deutsche Unternehmen mit Investitionen in Höhe von geschätzten 4,7 Milliarden US-Dollar sind in der Türkei aktiv.

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