Türkei – Unterversicherte Bevölkerung lockt ausländische Versicherungen ins Land

Der türkischer Versicherungssektor, der aufgrund seiner jungen, unterversicherten Bevölkerung und einer sich konstant erweiternden Wirtschaft in den letzten Jahren ein schnelles Wachstum verzeichnete, ist zu einem beliebten Ziel für globale Versicherungsgesellschaften geworden, die nach neuen Marktchancen auf der Suche sind.

Fünfzig Prozent Anteile an einer der führenden Krankenversicherungsgesellschaften, Acibadem Sigorta, stehen drei potenziellen Käufern zum Verkauf: dem staatseigenen Investmentunternehmen Khazanah Nasional Berhad aus Malaysia, dem japanischen Versicherer Sompo Japan und der britischen Versicherungsgruppe Bupa. Alle drei stehen gegenwärtig mit dem Verkäufer des gleichberechtigten Joint Ventures in Verhandlung, der Private Equity Gesellschaft Abraaj aus Dubai. Die andere Hälfte der Acibadem-Anteile stehen im Besitz von Mehmet Ali Aydinlar, dem Gründer der privaten Krankenhausgruppe Acibadem Healthcare Group.

Expertenmeinungen zufolge werden die 50 Prozent Anteile an Acibadem Sigorta, dem drittgrößten Versicherer mit einem Marktanteil von 10 Prozent am türkischen Krankenversicherungsmarkt, auf einen Wert von 200-300 Mio. US-Dollar geschätzt.
Der Verkauf von Yapi Kredi Sigorta, der Versicherungssparte der Bank Yapi Kredi für 1,6 Mrd. TRY (rund 830 Mio. US-Dollar) an die Allianz im März diesen Jahres, ist die letzte internationale Transaktion im türkischen Versicherungsmarkt gewesen, der mit seiner Leistung im ersten Quartal seine viel versprechende Natur für Investoren unterstrich. Das Prämienvolumen stieg um 27 Prozent und erreichte 6,5 Mrd. TRY (rund 3,3 Mrd. US-Dollar) im Vergleich zu den 5,1 Mrd. TRY (rund 2,6 Mrd. US-Dollar) im gleichen Zeitraum 2012. Dies bestätigen die Zahlen, die vom Türkischen Versicherungsverbund TSB veröffentlicht wurden.

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