Der Staat exportiert Schlafwagen und fuhr Verluste ein

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Darüber kann man echt nur lachen.

Das Rechnungshof (Sayistay) der Türkei brachte mit dem letzten Bericht etwas zum Vorschein, was eigentlich direkt an mein Beitrag vom gestern anschließt.

Dabei ging es um die Zertifizierungen in der Türkei, wobei 1,2 Mrd. Euro jedes Jahr ins Ausland fließt, weil entsprechende Prüfungen bzw. Zertifizierungen nicht im Lande möglich sind.

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In diesem Fall geht es um Schlafwagenherstellung und – Lieferung aus den staatlichen Betrieben Tüvasas. Nach 30 Jahren hat dieser mal wieder Waggons exportiert und dabei auf einem Schlag 25 Mio. TL ( ca. 9 Mio. Euro) Verlust gemacht.

Die dabei gemachten Fehler gleichen einer Posse und sind alle Male zum Schmunzeln gut. Man hat an der Ausschreibung der bulgarischen Eisenbahnen teilgenommen. Das war im Jahre 2008 und erhielt den Zuschlag für 30 Schlafwagen. Dabei war das Werk bei weitem nicht in der Lage die Anforderungen in der Herstellung zu erfüllen.

Fast alle Teile mussten mit Darlehen finanziert werden. Dabei waren keinerlei Finanzierungskosten mit einkalkuliert worden.

Die Teile waren allesamt von Betrieben, die von der UIC (Internationaler Eisenbahnervereinigung) zugelassenen Herstellern zu beziehen. Also wurden fast alle Teile importiert. Das verteuerte alles nochmals.

Den größten Verlust hat man aber durch die verspätete Auslieferung erlitten. Der Grund ist exakt die Situation, die ich in meinem o.g. Beitrag beschrieb. Die Waggons waren vor der Auslieferung im Fahrbetrieb zu testen. Nur fand man weder die Lokomotive, welches in der Lage war 176 km/h schnell zu fahren, noch die Strecke, welches für diese Geschwindigkeit zugelassen war. 🙂

Das Rechnungshof schlussfolgerte, dass man hätte das alles nach einfacher Milchmädchenrechnung hätte verhindern können.

Zertifizierungen in der Türkei – Gestern und heute

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