Tourismus: Ein Rekordjahr schon, aber …

Alanya

2015 kamen mit 41 Millionen, die meisten Touristen ins Land. Die höchsten Einnahmen über den Tourismus hatte man allerdings mit 34,3 Milliarden USD in 2014. 2017 dann fingen die Dinge an sich wieder in die geordneten Bahnen einzufinden. Jedoch waren die Touristenzahlen, wie auch der Umsatz weit hinter den Rekordjahren.

2018 kam dann ganz anders. Die Touristenzahlen sind bis jetzt über den des Rekordjahres von 2015. Damit sind die ersten fünf Monate gemeint. Laut dem Tourismusminister ist da aber eine Zahl, die die Branche nicht zufrieden stimmt. Die Pro-Kopf-Ausgaben von 640 USD. Dieser lag im Rekordumsatzjahr bei 805 USD. Nach den Touristenzahlen kann dieses Jahr ein Rekord möglich sein, aber nicht nach Umsatz. Auch wird sich die Branche nach diesem Jahr nicht erholt haben, ganz im Gegenteil. Wieder im Rennen: Ja! Nicht aber bei den Finanzen. Die Tourismusindustrie überlegt schon, wie die Verbindlichkeiten am Ende der Saison zu bedienen sein wird.

Übrigens, 2005 (nicht 2015) lagen die Pro-Kopf-Ausgaben der Touristen laut dem Tourismus Dachverband schon bei 710 USD. Dass man nach 13 Jahren immer noch nicht geschafft hat diese Summe zu steigern,  liegt am ‘Alles inklusive” Modell hauptsächlich. Dass der Tourist nicht mehr ausgibt, wo doch seit dem die Preise in der Beschaffung und der Arbeitskräfte sich fast verdreifacht haben, ist das eigentliche Debakel. Die Pro-Kopf-Ausgaben zeigen den Preis für ein einwöchigen Aufenhalt im Land für Tourismuszwecke.

Von meinen Hotelbesitzerfreunden weiß ich, dass sie ständig von den “Guten alten Zeiten des Tourismus” sprechen. Die 80er und 90er Jahre, wo sie sich ein Vermögen angehäuft haben und nun davon zehren. Zu neuen Reichtümer kommen sie nicht und werden das auch nie wieder tun, wie sie sagen. Sie sind nun mal in der Tourismusbranche gefangen und versuchen durch die Jahre das Beste daraus zu machen. Nur durch Bestrebungen, die vom “über dem Preis verkaufen” zu mehr Qualität führen, könnte die Branche in lohnendere Ebenen gelangen. Jedoch sind eher Planungen eher in eine andere Richtung. Die Hotels sollen auf islamische Standards sich einstellen und mehr arabische Touristen anziehen. Allerdings, sollte dieses tatsächlich erfolgreich umgesetzt werden können, werden die europäischen Touristen, die das Geld bringen, wegbleiben.

 

 

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