Türkei: Ein Zufall brachte es ans Tageslicht – Privatinsolvenz möglich

Da man das Wort ‚Krise‘ nicht erwähnen darf, dürfte ‚Insolvenz‘, das Wort des Jahres werden in der Türkei. Besonders neuerdings, wo Privatinsolvenz ebenfalls möglich ist.

Jetzt werden evtl. einige Neugierig sein und sich fragen, ob beim Insolvenzantrag Geld nötig ist. Ja, das ist der Fall! Auch wenn einer diesen Weg geht, weil er illiquide ist, so sollte er doch Geld haben, um diesen Weg zu gehen und wie ich finde, nicht zu wenig.

Bei Unternehmen differiert der Betrag, je nach Zahl der Gläubiger, aber bewegt sich so um 120 bis 150.000 TL. Zu Beginn muss man eine Anzahlung leisten und den Rest, im Laufe des Verfahrens, wurde es reglementiert, aber die Anwendung sieht wohl anders aus.

Wollte man die Insolvenz erschweren?

Hinzu kommt, dass die Konkursgerichte, ausgehend davon, dass der Antragsteller später sowieso nicht mehr zahlen kann, das Geld im Voraus kassieren.

Die hohen Kosten und dass man alles bei der Antragstellung bezahlen muss, könnte als Erschwernis ausgedacht worden sein.

Die erste Antragstellerin einer Privatinsolvenz berichtete, dass sie zuerst für ihre Unternehmen Insolvenz beantragte. Während die Werte der Gesellschaft somit geschützt waren, wurden die privaten Wertgegenstände, Grundstücke und Immobilien, weil sie bei einigen Krediten persönlich gebürgt hatte, sofort gepfändet und verkauft werden. Aus der Notwendigkeit heraus beantragte sie als erste Person in der Türkei Privatinsolvenz.

Nur durch diesen Umstand erfuhr die Türkei, dass ein Privatinsolvenz möglich ist.

Obwohl dieser Insolvenzantrag mit dem des Unternehmens gekoppelt war, wurde es von Gericht separiert. Worauf zusätzliche Kosten entstanden. Sie musste 15.000 TL Gebühren bezahlen.

Es ist ersichtlich, dass die Gesetze nicht entsprechend ausformuliert sind und frei ausgelegt werden können.

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