Die Instrumentalisierung der kleinen Mädchen für den politischen Islam

“Selbstbestimmung ist erstrebenswert – aber nur dann, wenn das Kind kompetent ist”, erklärt der Schweizer Entwicklungsforscher Prof. Remo Largo (“Kinderjahre”).  In der Türkei z.B. steht auf dem Lehrplan für die Vorschule, dass den Kinder beigebracht werden soll, wie sich das Parlament zusammensetzt. Du kannst schon als Laie sagen, dass das nicht gut geht. Genauso, wenn man diesem Kind versucht zu erklären, was es auf sich hat mit Mohammed, dem Koran, Christentum, Judentum usw. Das Kind hat dafür nicht den Tiefgang und Verständnis, so etwas zu verstehen und zu verarbeiten.

Dann sollen diese Kinder selber entschieden haben, wenn sie sich verschleiern? Oh, come on. That’s crazy!

Soll ein ein kleines Mädchen sich für die Verschleierung entscheiden, damit sie später als erwachsene Frau nicht mehr über sich selbst bestimmen kann und das Ruder den Männern überlässt? Das die Mädchen bzw. Frauen, nach dem Glauben nicht so viel Wert sind wie die Männer, steht dann wahrscheinlich im Kleingedruckten, die die Mädchen sowieso nicht lesen können. Nun, die großen Ausnahmen von Frauen mit Verschleierung, die mit beiden Füßen am Boden stehen, kenne ich auch. Das sind die ganz, ganz, ganz großen Ausnahmen, die man erst einmal finden muss. Selbst diese Frauen merken in bestimmten Situationen, dass sie freier agieren könnten, ohne Verschleierung. Fakt ist, Kinder können nicht unterscheiden, was die Verschleierung ihnen bringt bzw. eher wegnimmt. Erzähl mal deiner Tochter, welche Rechte ihr weggenommen werden, wenn sie sich verschleiert.

Wenn du so scharf darauf wärst, deine Tochter selber entscheiden zu lassen, ob sie sich verschleiert, oder nicht (wobei diese Variante wahrscheinlich dann für dich nicht in Frage kommt), würdest du sie erst einmal auf die Beine kommen lassen, dass sie über die Substanz und Reife verfügt, eigene Entscheidungen zu treffen.

“Die Verschleierung von Mädchen ist keine harmlose religiöse Bedeckung des Kopfes, sagt Norma Driever, Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation “TERRE DES FEMMES” in Bielefeld. Das islamische Kopftuch stellt eine gesellschaftliche Diskriminierung und eine gesundheitliche Gefahr dar. Die Chance auf ein gleichberechtigte Teilnahme am gesamtgesellschaftlichen Leben werden massiv eingeschränkt. Dabei hat jedes Kind das Recht auf Kindheit.” Laut Driever konditioniert die Verschleierung in einem Ausmaß, dass sie das Kopftuch später nicht mehr ablegen können. “Er glaubt, dass sich Mädchen freiwillig für die Verschleierung entscheiden, der irrt. “Betroffene Mädchen werden von ihren Familien und der Community enorm unter Druck gesetzt.”

Bevor wir zu dem Beitrag in der Neue Westfälische Zeitung kommen, möchte ich noch eines erwähnen. In der Türkei gibt es viele religiöse Organisationen, nach der Art der Gülen Organisation, die Kinderheime betreiben und Hunderttausende von Kindern ab dem Kindergartenalter unter ihre Fittiche nehmen. Wie wir heute feststellen, laufen diese Jugendlichen, im Alter von 16 bis 20 Jahren, der Religion weg und werden lieber zu Atheisten, Deisten usw. als weiter unter diesem Druck zu stehen. Gut, was soll man danach mit diesen Menschen anfangen, die in der ganzen Kindheit und Jugend den Koran von hinten nach vorne gelesen haben, mit Ideologien vollgepaukt wurden und nichts an weltlichen Wissen mitbringen? Sie sind verloren! Sie nutzen sich genauso wenig, wie der Gesellschaft, in der sie leben.

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