Die Messehallen abreißen und neuen Wohnraum schaffen!

Internationale Messen werden einer nach dem anderen abgesagt. “Die Messehallen abreißen und neuen Wohnraum schaffen!” ist mein Vorschlag. Dann können die derzeitigen Messemitarbeiter in den neuen Wohnungsverwaltungsgesellschaften weiterbeschäftigt werden.

Eine Entspannung der Pandemiesituation ist aktuell nicht in Sicht. Es existiert faktisch ein Veranstaltungsverbot in Deutschland und auch die weiterhin bestehenden internationalen Reisebeschränkungen machen Messeplanungen derzeit unmöglich.

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Konzentration auf digitale Formate

Da physische Veranstaltungen nicht möglich sind, haben die meisten Messen für ihre Kunden eine Vielzahl an digitalen Angeboten geschaffen.

Wer hätte gedacht, dass die Digitalisierung von heute auf morgen kommt?

Wer so etwas gewagt hätte zu planen, den hätte man still und heimlich eingesperrt. Die Messen absagen und alles auf Digital stellen. Klingt schon utopisch genug, wenn man es nur ausschreibt. Riesige Messehallen in vielen deutschen Städten, am Messeplatz Nr. 1 Deutschland.

Jetzt sind bahnbrechende Entscheidungen gefragt 

Wie werden Menschen miteinander im Business-to-Business-Bereich kommunizieren, und geschieht dies auf Messen und Ausstellungen? Mehrere der weltweit größten Messegelände sowie der

umsatzstärksten Messegesellschaften der Welt finden sich in Deutschland. Zwei

Drittel der wichtigsten Weltleitmessen finden auf deutschem Boden statt. Über

160.000 Aussteller und fast 10 Mio. Besucher investieren pro Jahr rund 10 Mrd.

Euro in ihre Messeteilnahme. Die gesamten volkswirtschaftlichen Produktionseffekte der deutschen Messewirtschaft werden auf jährlich rund 23 Mrd. Euro beziffert. Nach AUMA-Berechnungen werden in Deutschland durch Messen direkt und indirekt 250.000 Menschen beschäftigt (vgl. AUMA 2005).

Die Zukunftspläne und -Visionen in Zusammenhang mit Messen, werden sich mit Sicherheit nicht mehr verwirklichen lassen, schließlich schrumpfte die Weltwirtschaft während der Pandemie immens und die Reisefreudigkeit, wenn Reisen wieder erlaubt werden, sicher nicht an der Stelle ansetzen, wo sie aufhörte. Gerade jetzt, wo die Menschen sich verstärkt auf das Home-Office einstellen und sich daran gewöhnen, wird man Geschäftsreisen nicht mehr als dringlich ansehen und lieber darauf verzichten. Schließlich spart man dabei auch die Reisekosten.

Kulturelle und touristische Angebote dem Messebesuch einbinden.

Nicht nur die Pariser Messen verkündeten vor der Pandemie ihre neue Strategie, die eine deutlich engere Verbindung des Messeangebotes mit den vielfältigen kulturellen und touristischen Angeboten der Stadt anzustreben und damit die Attraktivität der Messen zu erhöhen. Ich denke, dass man dieses Ziel nicht mehr verfolgen kann. Bis die Menschen sich frei bewegen können und anderen Menschen warm werden und die Nähe nicht scheuen, werden Jahre vergehen. Währenddessen werden sich die B2B, aber auch B2C Geschäftsmodelle, besonders in Verbindung mit der Kundenkommunikation sich stark verändert haben und zwar so, wie man sie momentan nicht vorhersehen kann.

Jeder Tag ist ein verlorener Tag…

 …wenn man jetzt nicht schnelle Entscheidungen trifft und einsieht, dass die Messewirtschaft unmöglich dort weitermachen kann, wo sie vor der Pandemie aufhörte. Die finanziellen Nöte der Messegesellschaften werden größer werden. In Deutschland finden jährlich mehr als 600 Messen und Kongresse statt – Tendenz steigend. Zudem wachsen nach Angaben des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA) auch die Hallenkapazitäten der Messen. 2016 betrugen sie zusammengerechnet rund 2,82 Millionen Quadratmeter. Ich bin kein Immobilienfachmann, aber nach gesundem Menschenverstand, würde ich als Messegesellschaft noch heute entscheiden, mich von einigen Hallen, damit sind die Ausstellungsflächen gemeint, zu trennen und diese für den Wohnungsbau zu veräußern. Da ist reichlich Platz für über 100.000 Wohneinheiten vorhanden, wenn man 8 stöckig baut. Sicher geht noch höher.

Spannende und verrückte Zeiten

Ich denke, es ist rein spekulativ heute voraussagen zu wollen, wie es nach der Pandemie, egal in welchem Wirtschaftsbereich, wie weitergehen wird. Heute schon Nägel mit Köpfen machen und sich von den Ausstellungsflächen trennen, zumindest von einem Großteil. Oder glaubt jemand tatsächlich, dass es in naher Zukunft mit den Messen wieder groß losgehen wird?

“Wir tragen Verantwortung!”

Dieser Spruch zierte bis jetzt das Bild eines Mund- und Nasenschutzmaskenträgers auf einem Plakat in den Supermärkten. Seit dieser Woche tut es das auch, nur mittlerweile sind es FFP2 Masken, als wollte man sagen, die einfacheren, die wir bis jetzt trugen, wären nutzlos gewesen. Weiß denn noch irgendwer, was hier im Rahmen des Corona-Schutzes passiert?

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