Das süße Leben in Alanya – Wie alles begann.

Der kleine Hafen ist mitten in der Stadt.

Der Zufall führte mich nach Alanya und ich entschloss mich dort zu leben. Für einen deutschen Auftraggeber musste ich eine Feldstudie machen, ob seine Anlagen, die zum Stromsparen dienten, in der Türkei einen Markt hatten. Zuerst recherchierte ich, um zu schauen, wo der meiste Strom in der Türkei ins Netz gespeist wird. Siehe da, es war das zur Region Antalya zugehörige kleine Städtchen Alanya. Also nahm ich mir dort für einen Monat eine Ferienwohnung. Die Miete betrug knapp 200 Euro, nach heutigen Umtauschkurs sogar, nur 75 Euro. Wer Euro-Einkünfte hat, findet an den türkischen Küsten ein Schlaraffenland, der seines Gleichen sucht. Zuerst war ich alleine in Alanya, aber nur drei Tage. Als ich mir Alanya von oben anschaute, wo die betreffende Villa war, konnte ich das Mittelmeer im schönsten Glanz, die Strände, die Stadt, die Burg, einfach alles sehen. Weiter oben war die Sonne, die, wie ich dann später feststellen konnte, ca. 320 Tage im Jahr in voller Pracht scheint. Wahnsinn, ideal für Menschen wie mich, die ohne Haare leben müssen. Kein Frieren mehr im Winter. Nach den ersten drei Tagen holte ich meine Familie (Frau und Kind) nach. Es war zuerst mal ein wunderbarer Monat, in dem ich Morgens die Hotels besuchte, unsere Zielkunden. Die Hotels waren zu Hunderten in einer Linie nebeneinander aufgereiht, nur konnte man am Tag höchsten zwei Termine wahrnehmen, ach was sage ich da, nur einen einzigen Termin, wo der Eigner bzw. der Entscheider Zeit hatte, statt die Touristinnen zu begaffen, bereit war dir zuzuhören. Die Termine besuchte ich mit Bermuda-Shorts, dabei hatte ich mir für den Aufenthalt in Alanya zwei Anzüge mitgenommen. Mit Bermudas sah man auch nicht wie einer aus, der einem etwas verkaufen wollte. Mein für diesen Auftrag vorgesehener Monat war fast um, noch drei Tage. Der Gedanke war in mir schon die letzten Tage gereift, aber doch rückte ich damit auf den letzten Drücker raus und sagte zu meiner Frau: „Wir sollten hierbleiben und gar nicht zurückkehren.“ Mit zurückkehren meinte ich Istanbul, wo ich, nachdem ich meinen Lebensmittelpunkt von Köln in die Türkei legte, lebte. Dabei sollte unser Sohn mit der Grundschule anfangen. Alles war geregelt in Istanbul. Junior war nicht zu bändigen. „Ja Mama, sag ja, damit wir hierbleiben, es ist zu schön hier.“ Anschließend flogen wir nach Istanbul, packten unsere Koffer, räumten die Wohnung leer und taten die Wohnungseinrichtung in ein Lager und flogen nach Alanya zurück. Denn wenige Tage später sollte die Schule losgehen. Fortsetzung folgt.

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