Türkische Millionäre, aber auch sonstige Türken, wandern ins Ausland aus.

Bremerhaven - Auf der Seebäderkaje, steht eine Skulptur, die eine Auswandererfamilie zeigt. Der amerikanische Bildhauer Frank Varga aus Detroit hat sie 1986 geschaffen.

New World Wealth verfolgt seit über sieben Jahren die Ausgabegewohnheiten der Reichen der Welt. Ihre Forschung umfasst 90 Länder und 150 Städte weltweit. Die Forschung konzentriert sich stark auf HNWI-Demografien wie die Vermögensverteilung in Städten und Vororten. Sie überprüfen auch den Luxusmarkt in jedem Land, mit besonderem Fokus auf Kunst, Oldtimer, Luxushotels, Vermögensverwaltung, Family Offices, erstklassige Immobilien und hochwertige Lifestyle-Immobilien.

Die NWW hat ermittelt, dass von 2016 bis 2019, also vor der Pandemie 10 Tausend Millionäre die Türkei verlassen. Dabei reden wir von mindesten USD-Millionären. Die meisten türkischen Millionäre haben England, Portugal und Malta abbekommen, wobei diese Personen und ihre Familien nicht immer physisch vor Ort sind, nein, sie haben jeweils die Nationalitäten erworben und könnten jederzeit als Bürger dieser Staaten die Türkei verlassen und überall auf der Welt leben.

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Nicht nur das, es haben auch junge Entrepreneure, 13.000 an der Zahl, die Türkei ebenfalls verlassen. Trend, weiter ansteigend. Somit liegt die Türkei nach China und Indien an dritter Stelle weltweit, wobei die genannten Länder schon als Brain-Exporteure immer die Big Player waren.

Wer in England ein „Golden-Visa“ erwerben möchte, muss eine Summe ab 2 Millionen Pfund nach England überweisen und das waren über 200, die das taten. Sie überwiesen eine Summe von 442 Millionen bis 2,2 Milliarden Pfund auf die Insel.

Es gibt aber auch die Flucht im Kleinen. Da braucht man nur die Ausländerbehörden einzelner Städte fragen und staunen, wie viele es doch sind, die einfach mit fast Nichts sich auf dem Weg machen. Es sind wahrhaftig Verfolgte, oder vom Leben abgekoppelte. Jetzt wirst Du fragen, was das ist, vom Leben abgekoppelte?

Dass sind Hunderttausende, denen man unterstellt hat, dem Geistlichen Gülen zu folgen. Nicht nur das, auch die Familienangehörigen und entfernte Verwandte von ihnen sind vom Leben abgekoppelt. Sie finden keine Arbeit, weil man Angst hat, mit reingezogen zu werden. Ihnen sind die Renten, die Beamtengehälter u.a. entzogen. Sie stehen vor dem Nichts. Was tun sie? Wenn sie nicht enteignet sind, versuchen sie ihr Hab und Gut in Geld umzuwandeln und suchen nach Möglichkeiten, die Türkei zu verlassen.

Ich kenne viele, die Schlepper bezahlt haben und heute im Gefängnis sitzen, weil sie von diesen betrogen, oder gleich den Sicherheitskräften ausgeliefert wurden. Viele stehen vor dem Nichts, absolut Nichts.

 

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