Wir sind erst 546 Personen. Wer macht noch mit? Gedenkaktion 1616 KZ-Häftlinge

Mit diesem Schild werde ich am 19. März 2022 in Frankfurt sein. Mach mit!

Liebe Freunde, damit sind auch die Freundinnen gemeint und besonders diese, weil sie bisher eher bereit waren mitzumachen. Wer von Euch macht mit?

Am Samstag d. 19. März 2022, 14 – 16 Uhr, werden wir am Mainufer (genauer Ort wird noch bekanntgegeben), aus Anlass des 77. Jahrestags des Todesmarsches der KZ-Häftlinge der Adlerwerke Frankfurt, alle Häftlinge, von denen die übergroße Mehrheit den Todesmarsch nicht überlebt haben, würdigen. Dazu ist eine große Gedenk-Aktion geplant:

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Wir brauchen 1616 Menschen, die sich mit einem selbst gemachten Schild und dem Namen eines der Opfer, entlang des Mainufers aufstellen. Ich z.B. gedenke an Josef Divoky, geb. am  06.11.1925, in Suche Vrbno, Bez. Budweis, Tschechoslowakei , Beruf: Schweißer, Gestorben am 18.03.1945 in Frankfurt. Er liegt im Gemeinschaftsgrab auf dem Hauptfriedhof. Er war Häftling im KZ “Katzbach”.

Zufällig marschieren wir einen Tag nach seinem Todestag. Möge er seinen Frieden gefunden haben.

In der Zwischenzeit hat die LAGG e.V. auch eine extra Webseite dazu eingerichtet, auf der Ihr/Sie den Anmeldestand verfolgen könnt/können. Darauf ist auch der Aufruf, und sowie einige Nachrichten, die im Zusammenhang mit dem KZ in der Adlerwerken stehen. Die Adresse ist https://www.lagg-ev.de/gedenken

Zum 1. 1. 2022 sind wir, wie in der Überschrift erwähnt, 546 Personen.

Die TAGG teilt mit: “Die bisherigen TeilnehmerInnen, kommen die aus allen gesellschaftlichen Bereichen in Frankfurt und Umgebung. Gewerkschaftschaftsmitglieder, Mitglieder von Kirchen- und Moscheegemeinden, Menschen aus dem Gallus, Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern. Auch Gruppen aus Wohnprojekten, Student*innen, Professor*innen und Künstler*innen sind dabei sowie Stadtverordnete, Landtags- und Bundestagsabgeordnete und Ortsbeirät*innen.”

DIE ZEIT LÄUFT UNS DAVON. BITTE MACHT MIT!

Die Organisation wird von LAGG e.V. (Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim) realisiert. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das Konzentrationslager “Katzbach” in den Adlerwerken, nach jahrzehntelanger Leugnung und Verharmlosung, zu einem festen Bestandteil der Erinnerungskultur Frankfurts zu machen. Einen Teilerfolg hat der Verein mit ihrer Forderung nach “Entschädigung” der damals noch lebenden ehemaligen Häftlinge erzielt. Ein weiterer Erfolg ist jetzt mit der Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte in den ehemaligen Adlerwerken erreicht. Diese wird im Frühjahr 2022 eröffnet und trägt den Namen “Geschichtsort Adlerwerke – Fabrik, Zwangsarbeit, Konzentrationslager“.

Wer dabei sein möchte, meldet sich bitte unter E-Mail gedenken@lagg-ev.de an. Wir sehen uns!

Was in Frankfurt am Main, aber auch anderswo passieren kann, wenn man nicht aufeinander aufpasst.

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