Erdogan mag Erzabbau lieber als Olivenanbau

Seit dem die AKP an der Regierung ist, sind die Olivenbäume denen ein Dorn im Auge. Wie sonst ist es zu erklären, dass in diesem Zeitrahmen 9 Gesetzesanträge eingereicht wurden, damit die Felder, wo Olivenbäume draufstehen, für den Erzabbau freigegeben werden sollen?

Gestern, am 1. März wurde abermals ein Gesetzesantrag eingereicht. Dass am Ende die Gesetzesanträge immer wieder abgelehnt wurden, liegt an den wenigen AKP Abgeordneten, die gesunden Menschenverstand walten ließen und ebenfalls dagegen stimmten. Ansonsten hat die AKP mit dem Koalitionspartner MHP die absolute Mehrheit. Es ist der einzige Gesetzesantrag, welcher von der AKP eingereicht und immer wieder abgelehnt wird. Sonst gehen alle Anträge glatt durch.

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Vielleicht liegt es daran, dass der Gesetzesentwurf deshalb immer abgelehnt wird, weil die Türkei der 4. Größter Produzent von Oliven weltweit ist. Sicher werden von den Abgeordneten mehrere an der Olivenproduktion verdienen, als die wenigen an der Spitze bzw. im Umfeld des Prächtigen, die an Erzabbau ihre Multimilliarden an Euros verdienen würden, wenn das Gesetz durchkäme.

Wenn neue Olivenbäume woanders gepflanzt werden, dauert es fünf Jahre, bis man die erste Ernte einfahren kann. Wer hat so viel Geld und Geduld in der Türkei, um so etwas durchzuziehen? Bleibt zu hoffen, dass das Gesetz wieder abgelehnt wird und 2023 die AKP nicht mehr regiert. Sonst wird die Türkei auch die Oliven woanders importieren müssen.

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