Oben Sonne, unten holprig – Die Sache mit der Nationalhymne

Die türkische Flagge hat ein Stern mit 5 Zacken. Dieser von der Zeitung gewählte hat sechs. Das würde in der Türkei zum Tagesgespräch werden und die Medien beschäftigen.

Meine Kolumne aus dem TAGESSPIEGEL: Ich habe schon viele Menschen verschiedener Nationen stramstehend die Nationalhymnen singen hören und gesehen, aber ich bin der Meinung, dass die türkische Nationalhymne irgendwie was anderes darstellt. Heutzutage können einige, unter dem Schutz der Machthaber des politischen Islams sich davon loslösen und sich demonstrativ auf unbeteiligt machen, aber ansonsten, wer die Nationalhymne in der Türkei hört, steht auf, wenn er saß, steht stram und singt zumeist mit. Oftmals hat man auch feuchte Augen dabei. Was soll ich sagen, auch ich, der weit weg vom Nationalismus ist, Atatürk als Reformer, der das Land vom Steinalter ins neue Zeitalter führte bewundere und sogar alles Extreme in diese Richtung kritisiere, bekomme ebenfalls feuchte Augen, wenn ich all diese Menschen, die so handeln, wie oben beschrieben, sehe. Die Türken lernen von klein an, unter diesen Symbolen, wie die Flagge, oder der Nationalhymne zu sammeln und sich damit zu identifizieren. Wer sich davon loslösen und klare Gedanken fassen kann, ist eher die Ausnahme. Das ist auch der Grund, weshalb sich die Türkeistämmigen bei kleinster Kritik, nicht mehr klar denken können. Sie denken, dass ihr Türkentum angegriffen wurde, nicht anders beim Islamkritik. Hier meine Kolumne, mit einer Anekdote aus der Schulzeit.

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